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„Deutschland und Mexiko – Reflexionen über die Freiheit“

Veröffentlicht am 28. Oktober 2013
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Unter diesem Titel stand die Jubiläumsveranstaltung des Büros Mexiko der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit zum 50-jährigen Jubiläum der Auslandsarbeit der Stiftung. Der Innenhof des Kunstmuseums des Finanzministeriums gab der Veranstaltung am 7. Oktober in Mexiko-Stadt einen stilvollen Rahmen. Ulrich Wacker, Regionalbüroleiter für Lateinamerika, begrüßte die geladenen Gäste. Nach seiner Einleitung sprach der deutsche Botschafter in Mexiko, Dr. Edmund Duckwitz, über die bilateralen Beziehungen beider Länder. Deutsche kulturelle Einrichtungen wie das Goethe-Institut, der Deutsche Akademische Austauschdienst oder die Kulturstiftung der deutschen Wirtschaft leisteten einen wichtigen Beitrag zum Dialog zwischen Deutschland und Mexiko, so Duckwitz. Als Paradebeispiel für die langjährigen guten deutsch-mexikanischen Wirtschaftsbeziehungen nannte er den „Mexiko-Käfer“, der 1954 den Grundstein für eine langfristige, zukunftsorientierte Partnerschaft legte.

Nach Duckwitz setzte sich der renommierte mexikanische Journalist und liberale Intellektuelle Sergio Sarmiento mit der Frage „Wie europäisch ist Mexiko?“ auseinander. Er stellte fest, dass Mexiko zwar nicht europäisch sei, aber über eine Vielfalt von Kulturen – indigenen und Mischkulturen – verfüge, auf die das Land stolz sein könne. Als Symbol dieser kulturellen Vielfalt kann die Liebe zwischen der Indianerin Malinche und dem spanischen Eroberer Cortés dienen, die am Anfang dieser Entwicklung stand. Der Liberalismus habe in Mexiko eine vielversprechende Zukunft, betonte Sarmiento. Auch wenn die mexikanischen, staatlichen Institutionen bisher noch wenig Bereitschaft zeigten, die Freiheit des Einzelnen zu respektieren. Seiner Meinung nach sind es die wachsende Mittelschichten und das bürgerschaftliche Engagement der Menschen, die diese Rechte einfordern werden.

Im anschliessenden Gespräch mit Stiftungspartnern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ging es um die Bedeutung der Zivilgesellschaft in einer Demokratie. Alle Gesprächspartner waren sich darin einig, dass die mexikanische Gesellschaft gerade einen tiefgreifenden Veränderungsprozess durchläuft, in dem die Menschen zwangsläufig lernen müssen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Zum Abschluss der Veranstaltung zog Dr. Peter Röhlinger, Vorstandsmitglied der Stiftung und Bundestags-abgeordneter (bis Oktober 2013), eine Bilanz der Auslandsarbeit über 50 Jahre hinweg. So habe die Stiftung sich ein weltweites Netzwerk von Experten und Partnern geschaffen, das für liberale Werte stehe. Das demokratische Engagement der Stiftungspartner in Mexiko habe einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass Freiheit heute gelebt werden könne. Die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen ihnen und den Vertretern der Stiftung sei dafür die Grundlage gewesen.

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