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Die liberale Familie in Marokko feiert

Veröffentlicht am 17. Dezember 2013
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Der Liberalismus hat es nicht immer leicht in der arabischen Welt – aber der 50. Jahrestag der Auslandsarbeit der Friedrich-Naumann-Stiftung war ein Anlass zum Feiern in Marokko: Die teilweise langjährigen Partner der Stiftung waren zu einem festlichen Empfang im Hotel Diwan in Rabat zusammengekommen, um auf die gute Zusammenarbeit und die Grundwerte des Liberalismus anzustoßen. Das Spektrum war breit: Von Mitgliedern der Menschenrechtsorganisation Centre des Droits des Gens über Vertreter innovativer Jungunternehmervereinigungen bis zu Ministern und Parteivorsitzenden.

Der Generalsekretär der langjährigen Partnerpartei Mouvement Populaire und jetzige Minister für Wohnungsbau, Mohand Laenser, unterstrich die entscheidende Rolle, welche die Stiftung bei der Aufnahme seiner Partei in Liberal International/Liberale Internationale gespielt hatte. Seine Parteikollegin, die Staatsministerin für Umwelt, Hakima al-Haité, unterstrich das freundschaftliche Verhältnis, das aus der fruchtbaren Zusammenarbeit erwachsen sei. Basierend auf gemeinsamen Werten sei eine „liberale Familie“ entstanden, der sie mit Stolz angehöre – auch in ihrer Rolle als stellvertretende Vorsitzende von International Network of Liberal Women (INLW). Ihr Dank galt auch einem der Doyens des politischen Liberalismus in Marokko, dem Leiter der Partei Union Constitutionelle, Herrn Mohammed Tamaldou. Mit dieser „Umarmung“ war der Ton getroffen – und sie zeigte, dass die Vernetzung liberaler Akteure in Marokko auch dank der Stiftung weit vorangeschritten ist.

Herr Tamaldou unterstrich eben jene Vernetzungstätigkeit auf regionaler Ebene der Stiftung: Mit Unterstützung der Stiftung war 2007 in Casablanca das Network of Arab Liberals gegründet worden, dessen erster Vorsitzender Tamaldou gewesen war.

Der deutsche Botschafter Michael Witter betonte die Rolle der politischen Stiftungen in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und hob das von der Naumann-Stiftung begleitete Projekt Connectingroup hervor, das vom Auswärtigen Amt finanziert wird. Ein erfolgreiches Coaching-Projekt, dass engagierte Frauen ermutigt und ihre Fertigkeiten trainiert, um sich in die Politik einzumischen und für politische Ämter zu kandidieren – auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene.

Projektleiterin Andrea Nüsse erinnerte an den Beginn der Auslandsarbeit, der quasi nebenan, in Tunesien, ihren Anfang nahm. Doch bereits 1969 hat die Naumann-Stiftung als erste politische Stiftung die Arbeit in Marokko aufgenommen und ein Ausbildungszentrum für Journalisten mit aus der Taufe gehoben, das sich zum renommierten Institut Supérieur de l´Information et de la Communication entwickelt hat (ISIC). Genau dies sei eine Stärke der Auslandsarbeit der Naumann-Stiftung: Junge, innovative und liberale Gruppen und Personen zu identifizieren und ihnen die nötige Unterstützung zu bieten, damit sich sie wachsen und autonom werden können und ihren Einfluss in ihrer Gesellschaft entfalten.

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